Team Raildlight goes Via Alpina - Wegbeschreibung
24. April 2012 // Tag : Trail / Running, Sportliches Bergwandern, team, Gesünder leben und fitter werden, Ultra, Transalpine Run
Jede Woche wird hier eine Laufetappe unseres Team-Abenteuers vorgestellt.
Vierzehn Etappen in vierzehn Tagen.
Und noch vierzehn Wochen bis zum Start…
Fangen wir also mit der ersten Etappe an:
30.04.2012
Kärlingerhaus – Engedey 24,8km / 1155HM+
30.04.2012
Eine einfache Etappe, wenn man weiß, was danach kommt! Kurz nach dem Start geht es auf einem steinigen Weg schon bergab mit einem wunderbaren Blick auf den Schrainbach Wasserfall uns später auf den Königssee. Highlight ist sicherlich St. Bartholomä, direkt am See… Weiter geht der Weg bergauf von dem Königssee entlang der Rodelbahn hinauf zur Grünsteinhütte auf 1.196m, dann am Wirtshaus Hammerstiel vorbei und dann hinunter nach Engedey.
Zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten in Engedey.
Zweite Etappe - 01.05.2012
Engedey - Unken 30,9km / 1561HM+
Selbst, wenn man gleich 400HM+ in die Beine bekommt, fängt der zweite Tag relativ locker an. Mal die 900m erreicht, streckt sich der Weg ca. 10km immer zwischen 900m und 1000m über den Wegscheid (991m). Spätestens da fängt der Spaß richtig an: 500HM+ auf gerade mal 2km! Danach führt der Weg wieder in alpineres Gelände für 5km, entlang der Nationalpark Grenze hinauf zur Neuen und dann zur Alten Traunsteiner Hütte. Inzwischen ist man in Österreich. Noch nur ein paar Kilometer bergauf und dann kann man die letzten 12km als aktive Erholung nutzen, denn es geht fast nur noch bergab über die Alpaalm, Reit und schließlich erreicht man Unken.
Zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten in Unken.
Dritte Etappe - 02.05.2012
Unken - Ruhpolding 27,4km / 1385HM+
Heute steht eine schöne und "einfache" Etappe auf dem Programm. Die Höhenmeter (ca. 1100HM+) macht man ganz am Anfang über die ersten 6 Kilometer. Es empfiehlt sich also locker anzufangen... Selbst, wenn danach der Weg gemütlich runter bis nach Ruhpolding geht. Alpine Wege und Almlandschaften werden die Läufer begeistern.
Das klare Highlight des Tages ist der Staubfall: der Weg führt hinter (!) dem Wasserfall vorbei. Eine willkommene Abkühlen bei heissen Tagen.
Zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten in Ruhpolding.
Vierte Etappe - 03.05.2012
Ruhpolding - Kampenwand Bergstation 33,7km / 3945HM+
Nach der Aufwärmphase der letzten Tage geht es jetzt wirklich zur Sache.
Die wahrscheinlich anspruchsvollste Etappe der gesamten Unternehmung. Der Anfang ist relativ gut „laufbar“ aber schnell wird es steiler. Der erste Anstieg beträgt fast 1000HM+ bis zum Hochfelln, danach kurz bergab und wieder 700HM+ rauf zum Hochgern. Man hat sich die Abfahrt nach Marquartstein verdient. Folgt dann ein kurzer Abschnitt auf Asphalt von 3km, als Erholung, denn danach geht’s wieder 800HM+ bergauf, wird felsiger und zum Teil etwas ausgesetzt bis zur Piesenhausener Bergalm und dann locker weiter zum Kampenwand und zur Kampenwander Bergstation.
Übernachtungsmöglichkeit in der SonnenAlm.
Fünfte Etappe - 04.05.2012
Kampenwand Bergstation - Oberaudorf 37,7km / 2264HM+
Da man auf dem Berg übernachtet hat, fängt der neue Tag etwas locker an: 8km mehr oder weniger bergab. Aber kurz darauf geht man auf den Weitlahnerkopf und der Aufstieg ist teilweise mit Drahtseil gesichert... Vorsicht ist also geboten! Der Weg führt dann weiter mit einem wunderbaren Panorama auf das Kaisergebirge zum Roßalm-Gipfel und zur Priener-Hütte.
Durch Alm- und Waldlandschaften erreicht man das in Österreich gelegene Spitzsteinhaus nach weiteren 12km. Dort hat man die letzte Herausforderung des Tages hinter sich gelassen, denn es geht nur noch hinunter nach Erl, über den Inn zum Tagesziel Oberaudorf.
Leider lassen sich die letzten Kilometer nur auf Straßen absolvieren...
Zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten in Oberaudorf.
Sechste Etappe - 05.05.2012
Oberaudort - Rotwandhaus 26,3km / 3425HM+
Diese Etappe bietet eine optimale Einlaufphase… der Weg geht die ersten Kilometer mäßig durch den Wald bergauf bis man auf einen steileren und felsigen Abschnitt bis zum Brünnsteinhaus trifft. Aber die Mühe wird durch die wunderbare Aussicht auf das Kaisergebirge und die Hohen Tauern mehrfach belohnt.
Ab dem Brünnsteinhaus kann man für ein paar Minuten sich erholen, bevor der Aufstieg zum Traithen (1852m) weitergeht. Dabei geht man durch 2 Pässe: Steilnerjoch und Unterbergjoch. Dieser Abschnitt führt über Saum- und Bergwege.
Es wird wichtig die ersten Stunden es ruhig angehen zu lassen, denn der letzte Aufstieg zum Rotwandhaus wird mit seinen knapp 950HM+ noch einiges verlangen.
Übernachtungsmöglichkeit am Rotwandhaus.
Siebte Etappe – 06.05.2012
Rotwandhaus – Kreuth 25,5km / 2039HM+
Heute fast alles dabei: schöne Alpinwege, einen großen See, wunderbare Almgelände und viele Hütten, wo man einkehren kann.
Die erste Laufstunde wird sicherlich schnell vergehen: nach kurzer Zeit auf Alpinwegen, die Trittsicherheit erfordern, geht es über die Taubenstein-Bergstation hinunter zum Spitzingsee. Man geht einige Minuten dem See lang und man fängt dann der Aufstieg zum Stümpflingaus an. Jetzt kommt eine kleine Erholungsphase bis nach Sütten, bevor es 800HM+ weitergeht zum Risserkogel. Dabei geht man durch Wälder und am Ende über Bergwege bis zum Gipfel.
Die nächsten 6-7 Kilometer gehen nur noch bergab bis zum Tagesziel Kreuth.
Zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten in Kreuth.
Achte Etappe – 07.05.2012
Kreuth - Lenggries 25,5km / 1732HM+
Die erste Woche ist jetzt vorbei.
Heute erwartet uns eine eher einfache Etappe mit zwei Aufstiegen, die durch Wald- und Almlandschaften führen. Bis zum Hirschberg geht man schöne Forst- und Saumwege, die teilweise auch sumpfig werden können, über das Hirschberghaus. Weiter geht es mäßig bergab über Almgelände bevor man wieder aufsteigt. Danach folgt man der Beschilderung
Seekarkreuz / Lenggrieser Hütte. Ab dem Gipfel vom Seekarkreuz erreicht man zunächst die bewirtschaftete Hütte und nimmt dann den Weg, der durch den Wald nach Lenggries runtergeht.
Zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten in Lenggries.
Neunte Etappe – 08.05.2012
Lenggries – Herzogstand 32km / 3144HM+
Eine ernste Etappe steht uns bevor mit über 3000HM+ für etwa 30km…
Der Weg führt uns zuerst hinauf zum Brauneck auf dem Kaiser-Maximilian-Weg. Ab dem Gipfel geht es ständig hoch und runter zum nächsten Gipfel: dem Latschenkopf. Der Weg geht eigentlich entlang der Benediktenwand, aber wer seine Kräfte gut kennt und noch einen Gipfel mitnehmen will, kann die Besteigung der Benediktenwand auf sich nehmen… Ansonsten geht man gleich zur Tutzinger Hütte und kann eine kurze Pause einlegen.
Nach der Hütte kommt noch eine kleine Steigerung auf 1550m und danach kann man die traumhafte Aussicht genießen und über zahlreiche Almböden zur Jochbergalm laufen. Steil runter geht es weiter. Bald erreicht man den Kesselberg, überquert die Straße und fängt mit der letzten Herausforderung des Tages an. Kurz vor dem Herzogstandsgipfel erreicht man das Herzogstandshaus, das Ziel der heutigen Etappe.
Übernachtungsmöglichkeit in Herzogstandshaus.
Zehnte Etappe – 09.05.2012
Herzogstand - Garmisch-Partenkirchen 43,8km / 1910HM+
Von der Hütte aus besteigt man gleich den ersten Gipfel des Tages: den Herzogstand. Danach kommt sicherlich eines der Highlights der ganzen Tour: die Überquerung des Grates zwischen dem Herzogstand und dem Heimgarten. Einige Stellen setzen Trittsicherheit und Schwindelfreiheit voraus und sind zum Teil drahtseilgesichert. Aber eine unglaubliche 360°-Aussicht wird die ganze Zeit geboten. Nach dem Abstieg ins Loisachtal beginnt der lange Aufstieg über die Hohen Kisten zur Weilheimer Hütte, wo man prima eine kurze Pause einlegen kann.
Nach der Pause geht es runter zur Esterbergalm über den Krottenkopf bevor man den letzten Aufstieg zum Wank auf sich nimmt. Danach geht es gemütlich runter bis nach Garmisch-Partenkirchen.
Wer noch Kräfte hat, kann in Garmisch unseren Kunden und Trai-Running-Spezialist Racelite besuchen…
Zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten in Garmisch-Partenkirchen.
Zwölfte Etappe - 11.05.2012
Kenzenhütte – Pfronten 39,7km / 1836HM+
Heute wird es romantisch…
Die Etappe führt uns zuerst nach Füssen über die Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau und dann nach Pfronten über den Falkenstein, die höchstgelegene Burgruine Deutschlands.
Gleich nach dem Aufstehen geht es los auf den höchsten Punkt des Tages: Gabelschrofensattel (knapp unter 2000m). Dabei geht man am prächtigen Kenzenwasserfall vorbei, bevor man mit dem Aufstieg auf Serpentinen anfängt. Danach folgt eine lange und gemütliche Abfahrt, nach einem kurzen Waldstück wird der Weg immer breiter. Bald erreicht man die berühmte Marienbrücke und die Schlösser. Füssen erreicht man, indem man die Seepromenade des Forggensees nimmt.
In Füssen kann man sich eine Pause gönnen und Provianten shoppen… Die ersten Kilometer nach Füssen sind eher gemütlich entlang des Faulenbaches. Nach und nach geht es bergan und man erreicht die deutsch-österreichische Grenze. Zum Zwölferkopf ist ein kurzes Stück drahtseilgesichert. Einmal oben genießt der Trailer eine wunderbare Aussicht auf das Alpenvorland und die Tannheimer Berge. Mit einer Forststraße gelangt man zum Falkenstein. Es ist gleichzeitig das Ende der Trail und der Anfang der asphaltierten Straße nach Pfronten.
Zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten in Pfronten.

Dreizehnte Etappe - 12.05.2012
Pfronten – Prinz-Luitpold-Haus 39,4km / 4035HM+
Für die vorletzte Etappe wird es wieder sportlich. Heute erwarten uns knapp 40km und über 4000HM+…
Man könnte den heutigen Tag so zusammenfassen: zwei Anstiege und eine hochalpine Wanderung. Klingt einladend, oder?
Nach einer Einlaufphase in Pfronten fängt man den ersten langen Aufstieg über grüne Almen, durch Wälder und felsige Wege zum Aggenstein. Nach dem Gipfel erreicht man schnell Österreich und die Bad Kissinger Hütte. Nach einer kurzen Pause (?) geht es weiterhin steil herunter Richtung Tannheimer Tal.
Der zweite Teil der Etappe hat ein alpines Flair. Bestimmt der „alpinste“ Teil der gesamten Tour: Saum- und Bergwege satt!
Nach Tannenheim läuft man Richtung Wiesle und Älpele zum Geißhorn (2200m). Kurz darauf erreicht man den malerischen Schrecksee. Der Rest der Strecke verläuft immer zwischen 1800 und 2000m. Der letzte Anstieg bringt die Trailer zur Bockkarscharte (2150m) bevor man endgültig die 2000er-Grenze verlässt und das Prinz-Luitpold-Haus in Sicht hat.
Bei dieser Etappe sollte man nicht zu spät in Pfronten loslaufen und im Prinz-Luitpold seine Kräfte wiederaufbauen. Die morgige Etappe ist zwar die kürzeste der ganzen Tour, aber nicht die einfachste...
Übernachtungsmöglichkeit im Prinz-Luipold-Haus.
Vierzehnte und letzte Etappe – 13.05.2012
Prinz-Luitpold-Haus – Obertsdorf 17,9km / 755HM+
Jedes Abenteuer hat ein Ende.
Unseres endet heute, in Obertsdorf.
Das heutige Programm ist eher leicht, wenn man die letzten zwei Wochen als Maßstab nimmt. Heute erwartet uns ein schöner Vormittagslauf.
Vom Prinz-Luitpold-Haus geht man den Heilbronner Weg bis zur Schonberghütte. Vor dort geht es hinauf zum einzigen und zugleich letzten Gipfel unseres Via Alpina Abenteuers: dem Laufbacher Eck. Die nächsten Kilometer verlaufen eher flach auf einem aussichtreichen Höhenweg. Schon bald erreicht man das Edmund-Probst-Haus. Vor dort aus geht es nur noch runter bis nach Obertsdorf.