Wo kommen die Produkte eigentlich her?
Diese Frage wird uns immer wieder gestellt und wir möchten sie mit absoluter Transparenz beantworten: Unsere Kleidungsstücke werden in Vietnam, Tunesien und Frankreich gefertigt. Wie 90 Prozent aller Gepäckstücke weltweit, werden auch unsere Rucksäcke in China hergestellt. Ein kleiner Teil unserer Produktpalette, etwa 10 bis 15 Prozent, wird komplett in Frankreich produziert, aber der Großteil unserer Produkte kommt von weither und das ist auch kein Geheimnis!Aber Vorsicht, hier geht es ausschließlich um die Montage und Fertigung. Entwicklung, Design, Vermarktung und Versand erfolgt zu 100 Prozent in und aus St. Genest-Malifaux - Frankreich. Dies repräsentiert immerhin mehr als 50 Prozent der Wertschöpfung unserer Produktpalette.
Warum China und in Vietnam?
Auch wir wollen und müssen uns innerhalb eines wettbewerbsfähigen Preisbereiches bewegen. Würden wir beispielsweise unser Rucksäcke ausschließlich in Frankreich produzieren, wären sie zwei- oder sogar dreimal so teuer und könnten dem großen Konkurenzdruck am Markt nicht standhalten. Um wettbewerbsfähig am Markt agieren zu könnne, sind wir zur Fertigung in Asien gezwungen.
Wie schafft ihr es, die Made-in-France-Produkte in Frankreich zu produzieren?
Wir haben ganz bewusst den Weg gewählt in Frankreich zu produzieren. Bewusst, weil gerade in der Zeit der "Krise" damit ein wertvoller Beitrag für die Gesellschaft geleistet wird, auch wenn unsere Produkte dadurch um etwa 30 Prozent teurer sind, wie die der Konkurrenz. Wir versuchen die Preisgestaltung der Made-in-France-Produkte niedrig zu halten, indem wir unsere eigene Gewinnspanne verringern und auch unseren Händlern ans Herz legen, es ebenso zu machen. Wir können entweder über die hohe Arbeitslosigkeit jammern und nichts tun, oder wir reagieren und schaffen Arbeitsplätz - so, wie es Raidlight tut.Wir bieten unseren Kunden die Wahl:
• Klassisches zum Marktpreis
• Made in France - ein wenig teurer, dafür aber anders als die Anderen
Wir betonen auch, dass wir uns bei Artikeln, die einfacher herzustellen sind, entschieden haben, diesen Ansatz nicht zu verfolgen, wenn Re-Lokalisierung dieser Produkte, wie beispielsweise unsere Rucksäcke, die Kosten verdreifeachen würde.
Wie wählt ihr eure (off shore) Subunternehmer?
Bei der Wahl unserer Subunternehmer haben wir uns für Firmen entschieden, in denen die Arbeitsbedingungen mehr als akzeptabel sind und den gesetzlichen Bestimmungen des Landes entsprechen.Um allen Klischees vorzubeugen: In diesen Firmen arbeiten weder Kinder, noch wird dort irgendeine Art der Sklaverei unterstützt. Dennoch dürfen wir uns nichts vormachen, diese Länder erfüllen keine europäischen Normen oder Gehälter. Wenn man Produkte von hoher Qualität produzieren möchte, ist man darauf angewiesen, Fertigungsfirmen zu wählen, mit sozialer Wertschöpfung und guten Arbeitsbedingungen.
Unsere Partnerfirmen
Seht ihr euch die Arbeitsbedingungen vor Ort an?
In regelmäßigen Abständen besuchen wir die Firmen, mit den wir zusammen arbeiten. Wir sind der Meinung, dass nur so verstanden und beurteilt werden kann, was dort wirklich passiert. Wir sind selbst sehr oft positiv überrascht. Zum Glück! Unser Firmen gehören nicht zu denen, die die Fernseh-Klischees erfüllen, obgleich auch wir wissen, dass es solche Firmen gibt. Um noch mehr Transparenz unseren Kunden gegenüber bieten zu können, haben wir entschieden, Fotos unserer Fertigungfabriken online zu stellen.Unsere Produktionsstätten in Vietnam, China, und Tunesien.
Raidlight - Made in...?
Nochmal, auch bei unseren Produkten, die auf der anderen Seite des Erdballs hergestellt werden, liegt mehr als 50 Prozent der Arbeit in Frankreich (Design,Produktions Follow-Up, Marketing, Logistik).
Aber viel wichtiger ist es, ein Land nicht mit dem anderen zu vergleichen und die Arbeiter nicht nach ihrer Nationalität zu beurteilen. Ein chinesischer Arbeiter ist selbstverständlich nicht weniger Wert, als ein französischer, jedoch müssen wir auf Qualität und Know-how achten.
Es ist sehr schwer, sozialverträglich und qualitativ in Frankreich so zu produzieren, wie wir es in Übersee können. Das Wichtigste ist, egal ob ein Produkt "Made-in-France" ist oder aus Übersee kommt, dass es mit Respekt in allen Bereichen produziert wird.
Erläuterungen V. Charbonnier – Unabhängiger Journalist